Projekte

inner vision e.V. setzt sich für hilfsbedürftige Menschen in Indien, Tansania und auf den Philippinen ein – mit Bildungsstipendien, Förderung von ökologischer Landwirtschaft und Sexualaufklärung.

Dabei ist es uns besonders wichtig, dass unsere Arbeit nachhaltig ist und immer in Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort stattfindet. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern wie der Neema Resource Foundation in Morogoro, Tansania, der Cebu Southern Ecological Farm auf den Philippinen und der Modern English Medium School in Ramasamudram, Indien, bemühen wir uns um eine bedarfsorientierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Zu unseren laufenden Projekten zählen zum Beispiel Bildungsstipendien für benachteiligte Kinder in Tansania und Indien, ein Schulbau in Maharaka Village oder Präventionsarbeit zu HIV/AIDS an Schulen. Auch im ökologischen Anbau sind wir in Tansania und auf den Philippinnen aktiv.

Hier kannst Du mehr zu unseren aktuellen und abgeschlossen Projekten erfahren.

HIV-Präventionsworkshops

Bereits vor einigen Jahren haben zwei unserer ehemaligen Freiwilligen ein HIV-Präventions- und Aufklärungsprojekt in Morogoro und Umgebung durchgeführt. Im Jahr 2018 haben wir diese Idee erneut aufgegriffen und das Projekt deutlich ausgebaut. Dabei wurden junge Frauen und Männer zu Multiplikator*innen ausgebildet. Seit Herbst 2018 gehen sie nun an Schulen in der Umgebung und informieren die Schüler*innen in Kursen über Ansteckungsrisiken und Verhütung.

Insgesamt konnten die Multiplikator*innen damit bereits weit über 1000 Schüler*innen erreichen. Unterstützung erhielten sie dabei von Krankenschwestern, Ärzten*innen und Hilfsorganisationen, die sich für die HIV-Prävention einsetzen.

Das Ziel ist nicht nur, die Teilnehmer über HIV aufzuklären und effektive Präventionsmittel vorzustellen, sondern auch eine Sensibilisierung im Umgang mit HIV-positiven Menschen voranzutreiben.

Bildungsstipendien

Eines der Hauptprojekte von inner vision e.V. ist es, Kindern und Jugendlichen in Tansania und Indien eine anständige Schulbildung zu ermöglichen.

Weiterführende Schulen oder ein Studium kosten in beiden Ländern hohe Gebühren, die sich viele Familien nicht leisten können. Daher vermitteln wir seit 2010 erfolgreich Bildungsstipendien an Kinder und Jugendliche.

Mit nur 6 Euro (Indien) bzw. 31 Euro (Tansania) im Monat können so Schüler*innen aus finanziell schwachen Familien einen anständigen Abschluss machen und den Weg aus Armut und Perspektivlosigkeit finden. Es ist uns ein Anliegen, auch nach dem Ende des Bildungsstipendiums mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben und sie dazu zu ermutigen, selbst ein Patenkind zu unterstützen.

Schulbau in Maharaka-Village

Maharaka Village ist ein Dorf an den Grenzen zum Mikumi Nationalpark mit etwa dreitausend Einwohnern, davon etwa 900 Kinder und Jugendliche. Da es in Maharaka Village keine Schule gibt, fehlt es diesen an einem regelmäßigen Zugang zu Bildung. Um diesem Problem entgegenzutreten, haben wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation NEREFO im Januar 2014 mit dem Bau einer Vor- und Grundschule begonnen. Aufgrund hoher Auflagen der Regierung müssen wir einiges nachbessern und erweitern, was die Kosten deutlich in die Höhe getrieben hat. Daher ist der Bau noch nicht abgeschlossen. Bisher steht der gedeckte Rohbau mit drei Räumen. Mit den Innenarbeiten wurde begonnen. Ein Wassertank ist installiert und Fahnenmasten vor dem Gebäude symbolisieren die Zusammenarbeit zwischen NEREFO und inner vision e.V.

Langfristig soll die Schule mithilfe des Imkerprojekts kofinanziert werden – Instandhaltungskosten, Lehrergehälter, Schulbücher und weitere laufende Kosten sollen so gedeckt werden.

Nachhaltige Landwirtschaft

Gemeinsam mit Cebu Southern Ecological Farm (CSEF) haben wir Basis-Ausbildungskurse in ökologischer Landwirtschaft durchgeführt. Zwanzig Kleinbäuer*innen absolvierten diese Ausbildung erfolgreich. Dabei wurden folgende Themen behandelt:

  • Gesetzliche Grundlagen der Landwirtschaft
  • Schonende Bodenbewirtschaftung
  • Herstellung von natürlichen Düngern und Pestiziden
  • Praktische Umsetzung der Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung hatte zwei große Ziele. Das erste war die Sensibilisierung von Kleinbäuer*innen für das Thema der ökologischen, schonenden und nachhaltigen Landwirtschaft als Alternative zu herkömmlichen Anbauformen, die das Grundwasser und die Gesundheit belasten. Das zweite war die Vermittlung von Wissen und Methoden, um ökologische Landwirtschaft betreiben zu können. So wurde den Teilnehmer*innen vermittelt, wie durch die Verwendung natürlicher Rohstoffe umweltfreundliche Dünger und Pestizide hergestellt werden können. Die Kleinbäuer*innen können nun auf die sehr teuren kommerziellen Produkte verzichten und schonen die Umwelt und ihre Gesundheit.

Derzeit sind wir in der Vorbereitung eines ähnlichen Projekts und befinden uns noch in der Planungsphase. Unsere Partner vor Ort versuchen Bedarf und Potential der Kleinbäuer*innen in einer Studie abzufragen, um einen sinnvollen und nachhaltigen Projektplan zu erstellen.